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Wärmeschutz durch Fensterfolien

Wärmeschutz durch Fensterfolien: Reflexion, g-Wert und Glasart

Fensterfolien sind nicht nur für Sichtschutz und Sicherheit gedacht. Wärmeschutzfolien, auch Sonnenschutzfolien genannt, halten einen Teil der Sonnenenergie aus dem Raum fern. Wie viel das ist, hängt von der Folie und von der Verglasung ab. In diesem Artikel erfahren Sie, wie diese Folien technisch wirken und welche Werte dafür stehen. Weitere Vorteile von Fensterfolien finden Sie hier.

Wie Wärmeschutzfolien wirken

Durch große Glasflächen gelangt im Sommer viel Sonnenenergie in den Raum und heizt ihn auf. Fensterfolien mit Sonnenschutz tragen eine Beschichtung, die einen Teil dieser Energie nach außen reflektiert und einen weiteren Teil absorbiert. Nur der Rest gelangt durch die Scheibe in den Raum.

Welche Werte zählen?

Wie stark eine Folie wirkt, zeigen drei Angaben: die reflektierte, die absorbierte und die insgesamt abgewiesene Sonnenenergie in Prozent. Dazu kommt der g-Wert (Gesamtenergiedurchlassgrad). Er gibt an, welcher Anteil der Sonnenenergie insgesamt in den Raum gelangt: Je kleiner der g-Wert, desto weniger Wärme kommt herein. Mehr zum Thema finden Sie hier.

Zwei Beispiele auf 3 mm Einfachglas:

  • ALU 80 XC (Außenmontage): 80 % der Sonnenenergie abgewiesen, der g-Wert sinkt von 0,88 auf 0,21.
  • ALU 80 C (Innenmontage): 79 % der Sonnenenergie abgewiesen, g-Wert ebenfalls 0,21.
  • Beide Folien weisen 99 % der UV-Strahlung ab und lassen 24 % des sichtbaren Lichts durch.

Einfachglas oder Isolierglas

Die Werte oben gelten für 3 mm Einfachglas. Auf Isolierglas (Doppel-Low-E) sieht es anders aus: Dort weist die Innenfolie ALU 80 C 55 % der Sonnenenergie ab (g-Wert 0,43), die Außenfolie ALU 80 XC 86 % (g-Wert 0,14). Auf Isolierglas wirkt eine Außenfolie also deutlich stärker als eine Innenfolie. Ob eine Folie für Ihre Verglasung geeignet ist, steht in den Anwendungsempfehlungen des Datenblatts.

Und im Winter?

Wie gut ein Fenster dämmt, beschreibt der U-Wert. Auf Isolierglas (Doppel-Low-E) bleibt er mit ALU 80 C unverändert bei 1,1 W/(m²·K). Auf 3 mm Einfachglas sinkt er von 5,8 auf 5,1 W/(m²·K). Eine Sonnenschutzfolie ersetzt also keine Wärmedämmung, ihre Stärke liegt beim Sonnenschutz im Sommer.

Welche Wärmeschutzfolie passt?

Nicht jede Fensterfolie hält gleich viel Sonnenenergie ab. Wärmeschutzfolien filtern sowohl Infrarotstrahlung (Wärme) als auch UV-Strahlung. Darüber hinaus gibt es Folien mit unterschiedlichen Lichtdurchlässigkeiten, sodass Sie die für Ihren Raum passende Folie wählen können.

Worauf sollten Sie bei der Auswahl achten?

  • Lichtdurchlässigkeit: Je nach Bedarf können Sie zwischen Folien wählen, die mehr oder weniger Licht durchlassen. Wenn Sie maximale Helligkeit im Raum wünschen, wählen Sie eine Folie mit hoher Lichtdurchlässigkeit.
  • UV-Schutz: Wärmeschutzfolien blockieren nicht nur Wärme, sondern auch UV-Strahlen, was Ihre Möbel und Böden vor dem Ausbleichen schützt.
  • Farbe: Manche Wärmeschutzfolien sind getönt, was zusätzliche Privatsphäre bieten kann. Andere sind nahezu unsichtbar und haben keinen Einfluss auf die Optik Ihrer Fenster.
  • Montageseite und Glasart: Innen- und Außenfolien wirken je nach Verglasung unterschiedlich stark. Die Werte für Einfachglas und Isolierglas stehen getrennt im Datenblatt.

Tipps zur optimalen Anwendung:

  • Installieren Sie Wärmeschutzfolien auf Fenstern, die der Sonne stark ausgesetzt sind, um die besten Ergebnisse zu erzielen.
  • Für große Fensterfronten in Büros oder Wohnhäusern lohnt es sich, in professionelle Anbringung zu investieren, um optimale Ergebnisse zu erzielen.

Wovon die Wirkung abhängt

Wie stark sich ein Raum mit Folie weniger aufheizt, hängt von der Ausrichtung Ihrer Fenster, der Größe der Glasflächen, der Verglasung und dem lokalen Klima ab. Vergleichen lassen sich Folien über die abgewiesene Sonnenenergie und den g-Wert.

Einfache Installation

Die Installation kann selbst durchgeführt oder von einem Fachmann übernommen werden, je nach Größe der Glasflächen und Komplexität der Anwendung. Auch nach der Installation benötigen Fensterfolien kaum Wartung.

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Wärmeschutzfolien reflektieren und absorbieren einen Teil der Sonnenenergie.
  • Wie viel, zeigen die abgewiesene Sonnenenergie und der g-Wert im Datenblatt der jeweiligen Folie.
  • Auf Isolierglas gelten andere Werte als auf Einfachglas.
  • Längere Lebensdauer von Möbeln und Böden durch UV-Schutz.
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